Honig vom Bas- & Apenberg

Der Basberg am Stadtrand von Hameln bietet eine kleinteilige Landschaft: Felder, Wiesen, Gärten und der nahe Wald sorgen ganzjährig für vielfältige Tracht.

Die harmonischen Honigkompostionen meiner Völkchen sind etwas ganz Besonders:

Apengold vom Fasanenweg und (je nach Tracht) Wanderstandpunkten in der Umgebung.
Hasenhonig von der BUND-Wildniswiese, dem Streuobst-Biotop an der Hasenbreite.

Das Bienen-Jahr 2016

Jedes Bienen-Jahr verläuft anders: Frühling und Sommer 2016 waren in Hameln durch lang anhaltende Trockenheit geprägt, die Trachtpflanzen konnten den Bienen  nur wenig Nektar anbieten. Wer selbst mit trockenen Füßen dasteht, geizt mit dem lebensnotwendigem Wasser. Und Blüten-Nektar besteht zuerst aus bis zu 75 % Wasser (und mehr), für die bestäubenden Hautflügler garniert mit entsprechenden Anteilen aus Frucht, Trauben- und mehrwertigen Zuckern.

Bienen verarbeiten den leicht verderblichen Blüten-Nektar durch Entzug des Wasseranteils, Invertierung und Zugabe antibiotisch wirkender Stoffe zu einem haltbaren Energiekonzentrat: Honig. Trotz Trockenheit bereits im Frühling konnten die Bienen eine reiche Ernte an Frühlings-Blütenhonig einfliegen, die Pflanzen hatten noch genügend Reserven am Lebensquell Wasser.

Im Sommer war dann Schluss mit reichen Nektargaben. Der Wasserhaushalt der Nektar-spendenden Pflanzen lief auf Sparflamme. Bienen und Honigdiebe hatten das Nachsehen und konnten kaum Sommer-Blütenhonig ernten. Nur ein Fünftel der Ernte wurde im Sommer gewonnen. Normalerweise wird im Sommer mehr Honig geerntet als im Frühjahr. Also verkehrte Bienenwelt in diesem Jahr, der Klimawandel lässt sich selbst für die Imkerei nicht mehr leugnen!

In einem schmalen Nord-Süd-Korridor zwischen der Lübecker Bucht und dem südlichen Weserbergland sind im Jahresverlauf nur bis zu 40% der üblichen Niederschlagsmengen gefallen. Bäume verloren bereits im Sommer ihr Laub, Waldbeeren und Obst hingen teils als unausgereiftes Dörrobst am Ast.

Der wenige Sommerhonig ist ähnlich hell wie der Frühlings-Blütenhonig, da es keine Honigtau-Einträge mangels starken Blattlaus-Populationen gab. Manche Völker sammelten in der Not sogar Fruchtsaft aus überreifen Kirschen. Insgesamt liegt die Honigernte 2016 bei etwa einem Drittel der sonst in guten Jahren möglichen Menge.

Die Schwarmneigung der Völker war durch den Trachtmangel gering. Stiften gehen Bienen in der Regel nur, wenn die Vorratskammern überquellen.

2016-ein mageres Honigjahr,
aber entspannt für den Imker auf seiner Leiter.

Honigsorten 2016 (Bienenjahr 2015)

  • Feiner, zart schmelzender Frühlings-Blütenhonig  aus vielfältigen Trachtquellen wie Weide, Obst, Löwenzahn und vielen mehr (Ernte 2015).
  • Fein schmelzender, milder Raps­honig. Der fast weiße, milde Honig enthält auch Blütennektar aller anderen Frühlingsblüher (Ernte 2015).
  • Cremiger Sommertrachthonig, eine bienengemachte Melange aus Blüten- und Waldhonig (Honigtau) mit einem malzigem Aroma (Ernte 2015).
  • Aromatischer, malziger Waldhonig, eine Rarität im Weserbergland, die nur in warmen und trockenen Sommern gelingt. Die dunkle, flüssige Spezialität, auch Honigtau genannt, wird von den Bienen aus den zuckrigen Ausscheidungen von Blattläusen erzeugt (Ernte 2015).
  • Kräftig aromatischer Sommer-Blütenhonig mit viel Lindenblüte (Minz-Aroma). Der Restbestand aus 2014 schließt eine Trachtlücke für Honigfreunde, da die Linde im trockenen Sommer 2015 nicht „gehonigt“ hat.

Das Bienenjahr 2015

verlief in negativer wie positiver Sicht lausig:

Viele Bienenvölker starteten geschwächt oder gar nicht mehr in einen neuen Frühling, die Verluste unter den Völkern in einem Winter ohne Winter waren sehr hoch. Der Frühling zeigte sich von seiner kühlen Seite, zudem fiel über Wochen nahezu kein Regen.

Viele Blütenpflanzen der Bienen zeigten sich verschnupft und boten nur wenig oder keinen Nektar an. In Frühlingslaune kommen sie nur bei lauen Frühlingstemperaturen und einer ausreichenden eigenen Wasserversorgung, sonst wird mit Nektar gegeizt. Die Bienen starteten also in einen lausigen Frühling, blieben an vielen Tagen einfach zu Haus, denn es gab nichts zu holen.

Petrus hatte auch im Sommer kein Nachsehen mit dürstenden Pflanzen und versagte erquickenden Regen. Viele Pflanzen blühten zwar, arbeiteten aber auf Sparflamme und gaben kaum Nektar ab. Selbst die Linden, wichtigste Trachtpflanzen des Weserberglands im Hochsommer, standen mit trockenen Füßen lausig da und entschlossen sich, ihre Blütenstände einfach unbefruchtet abzuwerfen. Die Bienen blieben zu Hause und spielten Skat.

Doch Rettung nahte: Durch das trockene und sonnige Wetter entwickelte sich die Spezies der Blattläuse heuer besonders gut, was im Weserbergland nur alle 3-4 Jahre glückt. Blattläuse stechen Saftleitungsbahnen von niederen Pflanzen bis hin zu Bäumen an und saugen an deren Säften, können aber den Zuckerüberschuss der Kost nicht verwerten und scheiden sie über eine Drüse als "Honigtau" aus.

Nun wurden meine Damen aktiv und holten noch das letzte Tröpfchen Honigtau aus den Baumwipfeln. Der "Eichenzierlaus" und anderen Blattläusen sei Dank!

Ein lausiges Bienenjahr hat letztlich einen köstlich, malzigen Waldhonig beschert! (Der lausige Imker hat's den Bienen geklaut und in Gläser abgefüllt, der Schuft!)

Lausiges Bienenjahr 2015!

 

Bienenjahr 2014

Das Bienenjahr hat eine gute Frühlingsblüten-Honigernte erbracht. Die Sommertracht fiel mit einem regenreichen, wechselhaften Wetter geringer aus. Das Gesamtergebnis war deutlich geringer als in den Vorjahren. Hinzu kam nach dem fehlendem Winter eine überdurchschnittliche "Schwarmeslust" der Bienenvölker. Völker, die stiften gehen und aus dem Baum gefischt werden müssen, bringen in der Regel keinen Honig mehr, sondern brauchen das süße Stöffchen zum Aufbau ihres neuen Volkes selber.

Alle Abfüllungen sind 2014 relativ hell in der Farbe. Das wechselhafte, teils kühle Sommerwetter verhinderte eine gute Entwicklung von Blattläusen im Weserbergland. Diese saugen an Pflanzensäften und scheiden überschüssige Zuckerverbindungen, den sogenannten Honigtau aus, der unter anderem von Bienen gesammelt und zu einem hocharomatischen, dunklen Honig (Waldhonig) verarbeitet wird. 2014 hat es jedoch leider keine Honigtau-Einträge gegeben.

Dennoch haben meine "treuen" Völkchen eine leckere Ernte eingeflogen, die je nach Standort und örtlicher Tracht unterschiedlich ausfallen:

Die Honigsorten 2014

  • Zartschmelzender, milder Frühlings-Blütenhonig aus unaufzählbaren Trachtquellen (ohne Raps!) vom Hamelner Basberg, Flurstück "Am Hundschwanz" (Fasanenweg).
  • Zartschmelzender, feiner Frühlings-Blütenhonig vom Hamelner Apenberg, mit Trachtschwerpunkt Obstblüte, Ackerrettich und Ackersenf von den umliegenden biologisch bewirtschafteten Feldern und Obstgärten des Flurstücks "An der Hasenbreite" (Nähe Bismarkturm).
  • Zartschmelzender, reichhaltiger Frühlings-Blütenhonig mit Raps vom Bienenstandort Hemeringen, Flurstück "Im Osterholze".
  • Reichhaltig strukturierte Sommer-Blütenhonige von allen 3 Standorten, aromatisch und fein-cremig, jeder Standort generiert ein etwas anderes Aroma.
  • Linden -und Maronen-Blütenhonig vom Bienenstandort "Waldlehrpfad an der Heisenküche" auf dem Hamelner Schweineberg, Europas nördlichstem Edelkastanienbestand (1,5 Hektar). Die Honigsorte ist ein wenig kurios: Süß-minzig zu Beginn (Linde) mit leicht herb-bitterem Abgang (Marone). Einzelne Völker werden nur zur Blüte der Edelkastanie und Linde direkt im Wald aufgestellt.
  • Spättracht-Honige von allen ganzjährigen Standorten brachten ab Mitte Juli bis Ende August die aromatischsten Mischtrachten hervor und sind die letzten Honigentnahmen (letzte Schleuderung) aus den Bienenvölkern.

Preisliste: Honigsorten 2013

  • Apengold: Zartschmelzender Frühlings-Blütenhonig (ohne Raps!), witterungsbedingt nur eine kleine Ernte.
  • 500g für 5,00 EUR (plus 50 Cent Pfand)
  • Apengold: Reichhaltiger, cremiger Frühlings- & Sommer-Blütenhonig aus einer Schleuderung, das ganze Bienenjahr in einem Glas!
  • 500g für 4,50 EUR (plus 50 Cent Pfand)
  • Apengold: Aromatischer Spätsommer-Blütenhonig aus letzter Schleuderung.
  • 500g für 4,50 EUR (plus 50 Cent Pfand)

Natürlich lecker

  • Regional erzeugt von fleißigen Bienen am Stadtrand von Hameln
  • Reichhaltig strukturierter Honig aus vielen Nektarquellen in Feld, Wald und Garten
  • Qualität entsprechend den Richtlinen des Deutschen Imkerbund
  • Traditionelle Bienenhaltung in Holzbeuten und Verzicht auf synthetische Bienenbehandlungsmittel
  • Ressourcenschonend im Mehrweg-Pfandglas. Unsere Gläser werden mit solarthermisch erhitztem Wasser gespült.

Verkauf

Werktags von 14.00 bis 20.00 Uhr oder nach Absprache.
Lieferservice in Hameln (ab 2 x 500g).

Download

Infopostkarten-Heftchen, mit Honigsorten Stand 2016 und einer Anflugsskizze: